Island
5. Tag on Tour
23.08.2002 |
Es ging wieder früh los, diesmal in die Wüste zum Askja (Vulkan), nördlich des grössten Gletschers Europas, dem Vatnajökull. Dazu ging es vorbei am schon bekannten Myvatn in den Süden. Noch kurz tanken und dann 100 km Schotterpiste und Querfeldein (wie so oft nur Offrad-Fahrzeuge zugelassen) bis zum Vulkan.
Anfangs ging es ganz gut voran und wir waren guter Dinge, dass wir die Strecke in 2 h locker runterreissen würden. Aber dann kam die erste Furt, ca. 10 m breit, Kerstin hinterm Steuer, Stefan: „gib Asche“, das hat sie auch getan.
Adrenalin war gleich drauf bei uns beiden zur genüge vorhanden, da wir zwischendrin nicht wussten, ob unser Jimny platzt oder wir einfach nur stehen bleiben. Aber wir haben es geschafft. Bis zur nächsten Furt gab es ausser atemberaubender Landschaft nichts Ungewöhnliches.
Dann stand er vor uns. Ein grösserer Jeep mit dänischen Insassen, die sich wohl nicht sicher waren, was sie denn tun sollten. Die Furt war nämlich richtig gross (15 m breit, bis zu 1 m tief) und Kerstin sah keine andere Möglichkeit als mal durchzulaufen um zu schauen wie tief dass Wasser wirklich ist. Sehr tief (und sehr kalt) und wir wollten schon alle 4 umdrehen. Dann ist Kerstin nochmal rein. Diesmal an einer anderen Stelle mit erfreulicherem Ergebniss. Immer noch kritisch, aber bereit es zu versuchen, starteten die Dänen. Sie kamen durch und auch unser Jimny überlebte. Die Furten danach, die allerdings nicht auf den Karten eingezeichnet sind, waren dann nur noch „Kinderfasching“.
Über die ganze Strecke hinweg war fast ebenso aufregend wie die Wasserfahrten und die ralleymässige Piste, die sich ständig wechselnde Landschaft. Von grauer Kieswüste über schwarze Lavafelder, bis grüne Wiesen und weisse Bimsaschefelder. Dazwischen auch bizarre Lavagebilde in rot oder schwarz. Am Askja angekommen, machten wir uns wie gewöhnlich auf einen kurzen Fußmarsch gefasst. Aber diesmal kam es ohne Vorankündigung anders. Bei heftigstem Gegensturm (Wind war das nicht mehr) liefen wir dick eingepackt eine 3/4 h zum riesengrossen See Öskjuvatn in der Caldera des Vulkans.
Ein tieferliegender Mini-See, Viti, mit lauwarmen Wasser hat einige Wanderer zum Baden eingeladen – uns nicht. Der Rückweg mit dem immer noch stürmigen Rückenwind war sehr angenehm und ging viel schneller als der Kampf zum See.
Aber damit war unser Tag noch nicht am Ende. Ein Stück der bereits gefahrenen Schotterstrecke mussten wir wieder zurück, bis wir zur Abzweigung in Richtung unseres heutigen Tagesziels, Egilsstadir im Osten Islands, gelangten.
Starker Sandsturm machte die Fahrt, weiterhin auf wilder Piste, nicht unbedingt einfacher. Teilweise war die „Strasse“ kaum noch zu sehen und zugesandete Wege liessen uns in dieser Einsamkeit manchmal den Atem stocken. Dafür waren die zahlreichen Furten nicht mehr ganz so heftig.
Nach 3,5 h sehr holpriger aber auch spassiger und herzklopfender Ralley-Fahrt und unglaublichen Landschaftswechseln sind wir dann hier angekommen. Egilsstadir, ein Ort mit 1500 Einwohnern, aber mit Flughafen im Zentrum! Unser Quartier liegt am Stadtrand und bescherte uns ein unwahrscheinlich leckeres Abendessenbuffet.
Schöne Landschaften gab es übrigens auch ausserhalb der Wüste:
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- Name
- Kerstin & Stefan Beuter
- Alter
- jung geblieben
- Ort
- Reutlingen
- Webseite
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Alle Reisen von Kerstin & Stefan Beuter
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Endlich machen wir, Kerstin (26) und Stefan (34) Beuter aus Reutlingen, unseren Traum wahr! Wir reisen in ein nordisches Land!
Als begeisterte Skifahrer lieben wir den Schnee und die etwas kühleren Gefilde. Badeurlaub war noch nie unser Ding. Deshalb sind wir die letzten Jahre im Urlaub mit unseren Motorrädern z.B. durch die Dolomiten, die französischen Seealpen oder die Nockberge getourt. Eben überall wo es extrem kurvig ist und die Landschaft schön - Island!










