Island
Tag 6, der 3. Tag unterwegs
21.08.2002 |
Hallo alle miteinander,
hier in Varmalid haben wir 2 Nächte geplant, damit wir am Tag zwischen der An- und Abreise raften können. Es sollte aber erst um 13:30 h los gehen. Also sind wir nach einem ausgesprochen leckeren typisch isländischen Frühstück erstmal nach Glaumbaer gefahren. Das ist ein kleines Hofgut-Museum nur ca. 15 km von unserem Quartier entfernt. Das Museum zeigt sozusagen sich selbst und wie die Menschen vom 18 bis ins 19 Jhd. dort in den Torfbauten gelebt haben.
Der Hof sieht eigentlich aus wie eine ganze Siedlung, ist aber genau genommen nur ein Gebäude.
Die Torfdächer konnten allerdings nicht über mehrere Räume gebaut werden, so sieht jeder Raum aus wie ein kleines Häusschen. Die am häufigsten gebrauchten Räume wurden alle mit einem Flur verbunden.
Stefan haben ganz besonders gut die Stockfische in einem der Vorratsräume gefallen. Kerstin fand das nicht ganz so spannend, vor allem da es hier und in der Küche unglaublich gestunken hat.
Der schönste Raum war der Gästeraum oder sogenannter blue room. Ganz klar warum. Das grüne Ding in der Mitte ist übrigens kein neumodischer Weihnachtsbaum sondern ein Sockenständer!
Um das Hofgut wurde gerade eine Torfmauer neu errichtet. Hier sieht man ganz schön, dass die ausgestochenen Torffladen, wie richtige Mauersteine gemauert werden. Und hier ist wirklich alles aus so Torfstückchen gemauert, einzig die Schlafräume haben zusätzlich innen Holzwände.
Wie das ganze im Winter aussieht, konnte man auf einer Postkarte sehen.
Als wir uns das alles in Ruhe angesehen hatten, ging es auf zur Rafting-Station. Aus Mangel an Teilnehmern (wir waren die einzigen angemeldeten) fand die Tour leider nicht statt :-( Dafür waren die Leute dort so nett, uns für eine halbe Stunde ihren Fax-Anschluss zu leihen um die Berichte der letzten Tage an livetravel.net zu schicken. Aber wir mussten unseren Tag umplanen.
Also ging es ab ins Quartier, schnell die wärmste Wanderausrüstung ausgepackt und rauf auf den Berg gegenüber unserem Quartier. Die Pferde auf den Weiden dort waren ziemlich neugierig und kamen immer näher bis wir uns entschieden haben, dass die benachbarte Weide mit Schafen (die laufen immer weg) besser für uns sei. Also ab über den Zaun.
Wir haben allerdings noch einige hundert Meter gebraucht, bis die Pferde nicht mehr parallel mit uns gelaufen sind.
Das Laufen hat unglaublichen Spaß gemacht. Bei jedem Schritt ist man bestimmt 5 cm im weichen Moos eingesunken. Der Hang den wir herauf und später an einer anderen Seite herunter gelaufen sind, war übersäht mit Mini-Hügeln, so dass es aussah wie eine riesige Buckelpiste (im Sommer).
Als wir den Berg, (den man im letzten Bild im Hintergrund sieht) bis ca. 3/4 hochgelaufen waren und wir das Unwetter haben aufkommen sehen, haben wir uns auf einer anderen Seite des Berges auf einen ausgedehnten Heimweg gemacht.
Hier ging es entlang eines wirklich malerischen Bergbaches, der durch die grünsten und saftigsten Wiesen floss, dass wir uns vorkamen wie im Tele-Tubbi- oder im Märchenland.
Wenn man das nicht live gesehen hat, kann man sich das einfach nicht vorstellen und wir wussten nicht wo wir mit dem Fotografieren anfangen sollten ohne dass alle denken würden, dass wir jetzt auf dem Kitsch-Trip sind!
Übrigens, als wir losgelaufen sind, war es noch stürmisch und sehr kalt. Bei den Pferden angekommen wurde es schon so warm, dass wir in T-Shirts weitergewandert sind. Später kam der Pullover dazu und jedes Mal wenn Stefan die Regenjacke übergezogen hat, hat der Regen auch schon wieder aufgehört. Am Schluss hat es dann aber dermaßen geregnet, dass wir nach insgesamt 3,5 Stunden Wandern pitschnass im Quartier angekommen sind. Klaus, das Bild ist speziell für Dich ;-)
P.S.: So sehen Schuhe aus, mit denen man bei trockenem Wetter durch die saftigen Wiesen gelaufen ist!
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- Name
- Kerstin & Stefan Beuter
- Alter
- jung geblieben
- Ort
- Reutlingen
- Webseite
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