Nice Monaco an der Cote D'Azur
Was für ein Tag
14.04.2001 |
Leckeres Frühstück, Eier, Baguette, Tee, die Sonne geht auf. Als hätten wir gestern nichts Anstrengendes gemacht. Von wegen Entspannen. Wir sind natürlich nicht wieder aufgewacht, sondern haben 13 Stunden Koma hinter uns. Gleich duschen und ab in einen der riesigen französischen Supermärkte!
Jedenfalls sieht es so aus, als sollte es wieder ein 25Grad Tag werden, so haben wir das ja auch bestellt.
Antibes – Kurz hinter Nizza Kleine Märkte, viele Menschen, kleine Straßen, viele Autos. Das Wetter hielt sein Versprechen nicht. Bewölkt, 17 Grad… Aber ideal, um durch die Gassen zu schlendern, hier und da einen Blick von links nach rechts zu werfen. (Wir stehen an einer Tankstelle, Stapel beschimpft die Motorhaube… Öl nachsehen… Natürlich alles, wie es sein soll… "Ich hau trotzdem mal was rein…"). Was man hier so sieht? Pferde an den Wänden, Zitronen, die so sauer sind, dass sie hinter Gitter müssen, viel blaues Wasser, mediterrane Farben und wie gesagt, jede Menge Menschen.
"It opens at 4"... Jetzt ist es aber erst halb eins… Dem ansässigen Internet-Cafe, X-treme, begegneten wir eher zufällig, was uns das Suchen ersparte. Jedenfalls war das X-treme, extrem auf Sparflamme gestellt worden, so daß uns die fließend Cogney sprechende Souffleuse auf das Haupt-X-trem in der Altstadt verwies, welches wir dann genauso fanden, obwohl sie es vorher genau beschrieb – zufällig…
So groß ist Antibe nun auch wieder nicht, also ab nach Cannes. Inzwischen 15 Grad… Die nächste Pizzaria, und zwei Bier bitte – "150 Ffr." sagte der Garcon vom "Pizza des Arcades", dafür war die Musik ganz gut… (Bob Sinclar, Champes d´elysee, HOUSE).
Strom in Frankreich gibt es auch. Für uns leider erst am nächsten Tag. Man fragt sich, ob sie einfach nicht darauf vorbereitet sind, daß evtl. ausländische Touristen vorbei kommen könnten oder ob sie das witzig finden, uns an einen ansässigen Elektro-Fachhandel mitten in Antibes zu verweisen… Wir kauften einfach einen Stecker und bauten das Kabel um.
Ach so, im riesigen französischen Supermarkt waren wir nicht eine Sekunde, hatten wir vergessen…
Club-Check in Antibes – Im ADAC-Campingführer steht, das Antibes über ein reges Nachtleben verfügt. Da wir sowieso noch zum X-treme mussten, bot es sich natürlich an, die erste Nachtschicht einzulegen. Nachdem die Chefin dieses Cafes mir mehr als deutlich sagte, dass es auf keinen Fall möglich sei, mit fremden Karten, Kabeln oder ähnlichem an ihr Netzwerk zu gehen. Wahrscheinlich dachte sie, ich sei ein Terrorist, als sie iPaq, Digitalkamera, Speicherkarten und Disketten sah. Wir entschieden uns für die Bar nebenan. Kleiner Club, Grundfläche ca. 45qm, mit einem noch kleinerem 1.Stock, nettes Personal, sehr gute Musik (Sampler, Head Candy, Nu Cool4) und klirrekaltes Bier.
Eine gute Wahl. Eine sehr gute Wahl. Eine so gute Wahl, daß wir heute mittag den Namen des Ladens bereits vergessen hatten. Ebenso erging es jedem Gesicht, das uns seinen Namen verriet. Egal, ob Szenehase aus Cannes oder die beiden Schwulen Nizza… Stapel ging dann rüber zum Auto, das vor der Stadtmauer auf einem der Yachthafenparkplätze stand. Ich hätte mitgehen sollen. Erstens sagte ich mir dies nach 10 Minuten und zweitens stand ich nach viermaligem Umrunden dieses für diese Uhrzeit viel zu großen Parkplatzes in dessen Mitte und fand einfach das Auto nicht wieder. Noch mal rum, wieder nichts. 3 Cafes um einen Taxiruf gebeten. "Die kommen sowieso nicht" bekam ich von allen die gleiche Antwort. Ich konnte es noch gar nicht fassen, aber das hießt dann wohl laufen und den Daumen raushalten.
Nach einer Unendlichkeit erbarmte sich ein junges Pärchen, mich mitzunehmen. Sie fuhren mich direkt bis vor die verschlossene, mannshohe Tür. Nee, auch das noch. Den Rest weiss ich nicht mehr. Als ich erwachte, sah ich keinen Stapel, sondern nur mich. Stapel ist auf dem Parkplatz geblieben, weil ich die Parkkarte hatte und er nicht vom Hof kam. Ein Taxi für die mehreren Kilometer nach Antibes bekam ich auch dieses mal nicht, so daß mein dicker Schädel, das Ticket und ich uns auf den Weg machten – in knallender Sonne.
Als ich total alle bei einem ausgeschlafenen Stapel ankam, erzählte er mir von den supergeilen Yachten, die hier so rumliegen. Seiner Meinung nach sind die Besitzer alles Toilettenpapierfabrikanten. Was für Pötte… Da werden einem die Hände feucht und man sich selbst seiner Bedeutungslosigkeit bewusst. Motoryachten aus aller Herren Länder, so groß wie meine Altbauwohnung. Namen, die meisten irgendwo zwischen Geschmack- und Humorlosigkeit.
Doch man findet auch Jungs, deren Boote genau sagen, was Sache ist. Perfekt: Crazy Banker II… – man achte auf das "II". Ab ins Auto, 30 DM Parkgebühren gezahlt und ab nach Hause, duschen, schlafen – draußen natürlich, bei Sonne und sommerlichen 24 Grad. Gleich gehts nochmal ans Wasser.
Bilder zur Abendstimmung am Schluß.
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- Name
- Bjørn Kaas
- Alter
- 41
- Ort
- Hamburg
- Webseite
- besuchen
Nice Monaco an der Cote D'Azur
Sven Stapelfeldt (Stapel), Physiotherapeut einer Hamburger Haftanstalt und Björn Kaas, Mitgründer von LIVETRAVEL, berichten von der Cote D'Azur. Ob ein Besuch bei den Grimaldis möglich sein wird? Wir werden es sehen. Auf jeden Fall berichten wir 8 Tage von einem der reichsten und wohl auch schönsten Flecken der Erde.



































